Etikettenmigration von DiBac zu Trend ERP – Projektdokumentation
Diese Projektdokumentation beschreibt die vollständige Migration der Etikettenproduktion vom Bestandssystem
DiBac in das ERP-System Trend ERP. Im Mittelpunkt standen die fachliche und technische Neugestaltung der
Etikettenlayouts, die Sicherstellung der GHS- und länderspezifischen Compliance, die Abstimmung mit ChemGes
sowie die Erweiterung der Druckerinfrastruktur inklusive Integration zusätzlicher Etikettendrucker am Printserver.
Projektüberblick
Projektziel: Migration der Etikettenproduktion von DiBac zu Trend ERP unter Aufrechterhaltung
eines stabilen Produktionsbetriebs und unter vollständiger Berücksichtigung gesetzlicher Kennzeichnungsanforderungen.
| Aspekt | Inhalt |
|---|---|
| Projektname | Etikettenmigration von DiBac zu Trend ERP |
| Projektjahr | 2015 |
| Fachbereich | ERP, Etikettenproduktion, regulatorische Kennzeichnung |
| Zielsystem | Trend ERP |
| Altsystem | DiBac |
| Schwerpunkt | Layout-Migration, Compliance, Druckerintegration, Produktionssicherheit |
Geschäftlicher Nutzen: Das Projekt schuf die Grundlage für eine zentral gesteuerte,
zukunftsfähige und rechtskonforme Etikettenproduktion innerhalb der neuen ERP-Prozesswelt.
Besonderheit: Im Gegensatz zu einer reinen Systemmigration war hier nicht nur die technische
Überführung entscheidend, sondern vor allem die fachliche Korrektheit aller Gefahrstoff- und
Länderinformationen auf den Etiketten im produktiven Druckbetrieb.
Ausgangssituation
Mit der Einführung von Trend ERP musste die bestehende Etikettenproduktion aus DiBac abgelöst werden.
Die vorhandenen Etiketten waren nicht einfach 1:1 übernehmbar, da sich Datenquellen, Logik, Layoutaufbau,
Druckpfade und Integrationsmechanismen veränderten.
- Etiketten wurden bislang im Bestandssystem DiBac erzeugt.
- Mit Trend ERP entstand die Notwendigkeit einer systematischen Neuabbildung.
- Relevante Daten mussten in einem neuen Prozesskontext verarbeitet werden.
- Gesetzliche Vorgaben zur Kennzeichnung durften durch die Umstellung zu keinem Zeitpunkt verletzt werden.
- Die Druckinfrastruktur musste parallel skaliert und technisch erweitert werden.
Risikolage vor Projektstart: Fehlerhafte Symbolik, unvollständige Gefahrstofftexte,
falsche Sprach- oder Länderbezüge sowie ungeprüfte Druckerausgaben hätten unmittelbare Auswirkungen
auf Produktkennzeichnung, Versandfähigkeit und regulatorische Konformität gehabt.
Leitgedanke: Fachliche Korrektheit vor Geschwindigkeit
Ziele & Anforderungen
Fachliche Ziele
- Rechtskonforme Darstellung aller chemischen Informationen
- Saubere Abbildung von GHS-Klassifizierung und Kennzeichnung
- Berücksichtigung länderspezifischer Anforderungen
- Hohe Datenkonsistenz zwischen ERP, ChemGes und Druckausgabe
Technische Ziele
- Stabile Druckausgabe über das neue ERP-System
- Integration zusätzlicher Etikettendrucker in die Infrastruktur
- Einbindung am zentralen Printserver
- Netzwerkseitige Verfügbarkeit für den produktiven Betrieb
Operative Ziele
- Minimierung von Umstellungsrisiken
- Nachvollziehbare Test- und Freigabeprozesse
- Absicherung der Produktion während des Übergangs
- Verbesserte Skalierbarkeit für zukünftige Label-Anforderungen
Rolle & Verantwortlichkeiten
Kernverantwortung im Projekt
- Mitwirkung an der fachlichen und technischen Migration der Etikettenproduktion
- Neugestaltung und Überarbeitung der Etikettenlayouts im Zielsystem
- Abstimmung regulatorischer Inhalte mit ChemGes
- Koordination der Druckeranbindung und Integration am Printserver
- Begleitung von Tests, Plausibilisierung und produktionsnahen Prüfungen
Besonderer Mehrwert der Rolle: Die Schnittstellenfunktion zwischen Fachlichkeit,
regulatorischem Kontext und technischer Umsetzung war für den Projekterfolg zentral.
Gerade bei kennzeichnungspflichtigen Produkten entscheidet nicht nur die Datenübertragung,
sondern die korrekte fachliche Interpretation bis zur finalen Druckausgabe.
| Bereich | Verantwortung |
|---|---|
| Compliance | Abgleich der Etiketteninhalte mit GHS- und Länderanforderungen |
| Layout | Neudesign und Anpassung der Etikettenlayouts im Zielsystem |
| Schnittstellen | Zusammenarbeit mit ChemGes und beteiligten Fachbereichen |
| Infrastruktur | Einbindung zusätzlicher Drucksysteme und Printserver-Anpassungen |
| Qualität | Testdrucke, Plausibilisierung und Freigabebegleitung |
Fachliches Konzept der Etikettenmigration
Im Zielbild sollte Trend ERP nicht lediglich dieselben Druckbilder wie DiBac erzeugen,
sondern eine fachlich sauber strukturierte, wartbare und erweiterbare Etikettenlogik bereitstellen.
- Analyse der bestehenden Etikettenarten und Layoutvarianten
- Identifikation aller Pflichtbestandteile pro Etikett
- Neuordnung von Datenfeldern, Positionierung und Darstellungslogiken
- Berücksichtigung von Sprach-, Länder- und Produktausprägungen
- Definition eines robusten Zielaufbaus für zukünftige Pflege und Erweiterungen
Systemische Betrachtung
| Baustein | Funktion im Projekt |
|---|---|
| DiBac | Bestandsquelle der bisherigen Etikettenlogik |
| Trend ERP | Neues führendes System für die Etikettenproduktion |
| ChemGes | Fachliche Referenz für chemische/regulatorische Inhalte |
| Printserver | Zentrale Ausgabe- und Verteilkomponente für Druckjobs |
| Druckerlandschaft | Produktive physische Ausgabe der Etiketten |
Compliance & Regelwerk
Compliance als kritischer Erfolgsfaktor: Die Etikettenmigration war unmittelbar mit
regulatorischen Anforderungen verknüpft. Bereits kleine Abweichungen in Reihenfolge, Symbolik,
Textinhalt oder Sprachzuordnung können zu fachlichen und rechtlichen Problemen führen.
- Berücksichtigung der GHS-Klassifizierung
- Einbindung gefahrstoffrelevanter Kennzeichnungselemente
- Abgleich länderspezifischer Richtlinien und Besonderheiten
- Sicherstellung einer konsistenten Datenbasis für die Ausgabe
- Kontrolle von Layoutaufbau und Lesbarkeit in der finalen Druckform
Zusammenarbeit mit ChemGes: Die enge Abstimmung mit ChemGes war ein zentraler Baustein,
um chemische Informationen korrekt, plausibel und regulatorisch sauber auf die neuen Etikettenlayouts
zu übertragen. Dadurch wurde nicht nur die technische Ausgabe, sondern vor allem die fachliche Güte abgesichert.
| Prüffeld | Beispielhafte Betrachtung |
|---|---|
| Gefahrstoffangaben | Korrekte Übernahme und Ausgabe relevanter Informationen |
| Layoutstruktur | Lesbare und normgerechte Anordnung von Texten, Symbolen und Kennzeichnungen |
| Länderlogik | Prüfung länderspezifischer Inhalte, Formulierungen und Darstellungsanforderungen |
| Datenherkunft | Plausibilisierung der Werte zwischen ERP und Fachquelle |
Druckerlandschaft & Printserver-Integration
Bestands- und Zielumgebung
| Hersteller / Modell | Anzahl | Rolle |
|---|---|---|
| Toshiba B-EX4T3 | 2 | Bestehende Thermotransferdrucker im Bestand |
| Toshiba B-EV4T-TS14-QM-R | 2 | Bestehende Thermotransferdrucker im Bestand |
| CAB XC4 | 3 | Neu integrierte Drucksysteme zur Erweiterung der Produktionskapazität |
| CAB XC6 | 4 | Neu integrierte Drucksysteme zur Erweiterung und flexiblen Etikettenausgabe |
Die Druckerlandschaft wurde nicht nur übernommen, sondern gezielt erweitert. Dadurch konnte die neue
ERP-gestützte Etikettenproduktion auf eine leistungsfähigere und skalierbarere Ausgabeumgebung aufsetzen.
- Integration zusätzlicher CAB XC4- und CAB XC6-Drucker
- Anbindung der Geräte am zentralen Printserver
- Einbindung der Drucker in das Unternehmensnetzwerk
- Vorbereitung produktionsfähiger Druckpfade für verschiedene Etikettenarten
- Schaffung von Redundanz- und Verteilungsmöglichkeiten im operativen Druckbetrieb
Infrastruktureller Nutzen: Mehr Kapazität, bessere Verteilung, höhere Zukunftssicherheit
Wichtiger Punkt: Bei Etikettenprojekten ist die technische Druckfähigkeit nur ein Teilaspekt.
Ebenso entscheidend sind Druckqualität, Medienkompatibilität, exakte Ausgabeabmessungen und eine saubere
Zuordnung der Drucker zu den jeweiligen Produktions- oder Lagerprozessen.
Umsetzung
Projektphasen
| Phase | Inhalt |
|---|---|
| Analyse | Aufnahme der Bestandslayouts, Prozesse, Druckwege und regulatorischen Anforderungen |
| Design | Neugestaltung der Etikettenlayouts im Kontext von Trend ERP |
| Abstimmung | Validierung chemischer Inhalte und Regelwerke mit ChemGes |
| Infrastruktur | Erweiterung der Druckerlandschaft, Printserver-Anbindung, Netzwerkintegration |
| Test | Testdrucke, Plausibilisierung, fachliche und technische Prüfungen |
| Go-Live | Produktive Übernahme der Etikettenproduktion in Trend ERP |
Bestandsaufnahme DiBac → Analyse der Etikettenvarianten → Abgleich mit GHS- und Länderanforderungen → Layout-Neudesign in Trend ERP → Abstimmung chemischer Inhalte mit ChemGes → Einbindung zusätzlicher Drucker und Printserver → Testdrucke und fachliche Prüfung → Produktive Umstellung
Umsetzungsprinzip: Fachliche Prüfung, technische Stabilität und reproduzierbare Ergebnisse
wurden schrittweise zusammengeführt, um eine sichere produktive Einführung zu ermöglichen.
Tests & Qualitätssicherung
Qualitätssicherungsmaßnahmen
- Prüfung der korrekten Feldbelegung auf den Etiketten
- Kontrolle von Symbolen, Texten und regulatorischen Pflichtangaben
- Testdrucke auf unterschiedlichen Drucksystemen
- Vergleich von Layoutdarstellung und fachlicher Sollvorgabe
- Überprüfung der Netzwerkanbindung und Erreichbarkeit neuer Drucker
- Plausibilisierung der Datenkette zwischen ERP, ChemGes und Druckausgabe
Qualitätsziel: Ein Etikett galt erst dann als freigabefähig, wenn sowohl die fachlich-regulatorische
Aussage als auch die physische Druckqualität im realen Produktionskontext überzeugend nachgewiesen war.
| Prüfbereich | Ziel der Prüfung |
|---|---|
| Inhalt | Vollständigkeit und Korrektheit der Kennzeichnung |
| Layout | Lesbarkeit, Positionierung und visuelle Konsistenz |
| Systemlogik | Richtige Datenzuordnung im Zielsystem |
| Drucktechnik | Stabile und saubere Ausgabe auf verschiedenen Geräten |
| Produktion | Praxistauglichkeit unter realen Betriebsbedingungen |
Migration & Go-Live
Die produktive Umstellung erforderte ein kontrolliertes Vorgehen, damit die Etikettenproduktion ohne
unnötige Betriebsunterbrechung in das neue System überführt werden konnte.
- Vorbereitung der Zielumgebung in Trend ERP
- Freigabe relevanter Etikettenvarianten nach fachlicher Prüfung
- Bereitstellung der Drucker im produktiven Netzwerk
- Abnahme der Druckpfade und Ausgabeverhalten am Printserver
- Schrittweise Übernahme der Produktion in die neue ERP-Umgebung
Go-Live-Ziel: Sicherer Übergang von der Bestandswelt in eine belastbare neue Etikettenproduktion,
ohne Einbußen bei Compliance, Ausgabequalität oder Prozessstabilität.
Typische Risiken in der Go-Live-Phase
- Abweichungen zwischen fachlicher Sollvorgabe und tatsächlichem Druckbild
- Fehlzuordnung von Druckern oder Druckqueues
- Unerwartete Unterschiede zwischen alten und neuen Layoutlogiken
- Fehlende oder inkonsistente Daten in Einzelfällen
- Abweichendes Verhalten einzelner Druckermodelle
Ergebnisse & Nutzen
Fachliches Ergebnis
Die Etikettenproduktion wurde auf Trend ERP überführt und fachlich neu strukturiert, sodass regulatorische Anforderungen konsistent abgebildet werden konnten.
Technisches Ergebnis
Die Druckerlandschaft wurde erweitert, am Printserver integriert und netzwerkseitig bereitgestellt, wodurch eine leistungsfähigere Ausgabeumgebung entstand.
Operatives Ergebnis
Durch die Kombination aus Layout-Neudesign, Compliance-Abstimmung und technischer Integration wurde ein stabiler und zukunftssicherer Produktionsprozess geschaffen.
| Nutzenfeld | Mehrwert |
|---|---|
| ERP-Integration | Einbettung der Etikettenproduktion in die neue Unternehmenssystemlandschaft |
| Compliance | Saubere Abbildung von GHS- und länderspezifischen Anforderungen |
| Prozesssicherheit | Reduzierung von Fehlerrisiken in einer regulatorisch sensiblen Prozesskette |
| Skalierbarkeit | Erweiterte Druckerinfrastruktur für zukünftige Anforderungen |
| Wartbarkeit | Bessere Grundlage für Pflege, Weiterentwicklung und Standardisierung |
Lessons Learned
Wesentliche Erkenntnisse
- Etikettenmigrationen in regulierten Umfeldern sind immer fachlich und technisch zugleich zu betrachten.
- Die frühe Einbindung fachlicher Referenzsysteme wie ChemGes erhöht die Qualität der Zielumsetzung erheblich.
- Druckerintegration und Netzwerkbereitstellung müssen parallel zur Layoutentwicklung geplant werden.
- Testdrucke sind kein Nebenschritt, sondern ein zentrales Freigabeinstrument.
- Eine saubere Struktur im Zielsystem erleichtert spätere Erweiterungen und Änderungen deutlich.
Projektfazit: Das Projekt zeigte exemplarisch, dass die erfolgreiche Migration einer Etikettenproduktion
weit über eine technische Systemumstellung hinausgeht. Erst das Zusammenspiel aus ERP-Logik, regulatorischer
Präzision, sauberem Layoutdesign und belastbarer Druckinfrastruktur ermöglicht ein professionelles Endergebnis.
Anhang
| Element | Inhalt |
|---|---|
| Projekt | Etikettenmigration von DiBac zu Trend ERP |
| Jahr | 2015 |
| Alt-/Zielsystem | DiBac → Trend ERP |
| Compliance-Fokus | GHS-Klassifizierung und länderspezifische Richtlinien |
| Fachpartner | ChemGes |
| Bestandsdrucker | 2× Toshiba B-EX4T3, 2× Toshiba B-EV4T-TS14-QM-R |
| Neue Drucker | 3× CAB XC4, 4× CAB XC6 |
| Infrastruktur | Printserver-Integration und Netzwerkeinbindung |
Autor: MayIT – Projektdokumentation Etikettenmigration von DiBac zu Trend ERP
